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Review of R. S. Fox, Feasting Practices and Changes in Greek Society from the Late Bronze Age to Early Iron Age, BAR-IS 2345 (Oxford 2012), Bonner Jahrbücher 213, 2013 (2014)

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Review of R. S. Fox, Feasting Practices and Changes in Greek Society from the Late Bronze Age to Early Iron Age, BAR-IS 2345 (Oxford 2012), Bonner Jahrbücher 213, 2013 (2014)
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  Sonderdruck aus BONNERJAHRBÜCHER  des LVR-Landesmuseums Bonn und des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland sowie des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande BAND 2132013 Diese PDF-Datei ist nur zum persönlichen Versand durch den Autor bestimmt. Sie darf bis Januar 2018 nichtin das Internet, zum Beispiel auf die Homepage des Verfassers, gestellt werden.This PDF is good for private dissemination by the author only. Its publication on the worldwide web, for example on the writer  ’ s homepage, is restricted until January 2018.Ce fichier pdf est destiné seulement à la distribution personnelle de l ’ auteur. Jusqu ’ au janvier 2018 il ne doit pas être mis en ligne sur l ’ internet, par exemple sur la page d ’ accueil du nomo-graphe.Questo file pdf e destinato esclusivamente all ’ uso personale dell ’ autore. Non né è permessa la pubblicazioneinInternet,peresempiosullapaginaInternetdell ’ autore,prima delGennaio2018. VERLAG PHILIPP VON ZABERN  ∙  DARMSTADT  Gedruckt mit Mitteln des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des LandesNordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und des Vereins von Altertumsfreundenim Rheinlande.VIII und     Seiten mit    Abbildungen, davon    farbig, sowie    Tafeln,     Tabellen und    Diagrammen.Es gelten die Regeln nach www.av-rheinland.de/BonnerJb.htm. Zu beachten sind insbesondere die dorteingestellten Grundsätze nach den  › Berichten der Römisch-Germanischen Kommission ‹  Band   ,   , undzwar im Sinne der geisteswissenschaftlichen Zitierweise mit Titelschlagwort. Ferner finden Anwendung dieebenfalls eingebundenen Abkürzungen für Periodika nach derselben Zeitschrift Band   ,   , sowie diedesgleichen erschlossenen Kürzel der antiken Quellen nach  › Der Neue Pauly  ‹ . Weitere Abkürzungen zuBeginn der Fundchronik   ›  Ausgrabungen, Funde und Befunde ‹  in diesem Band. Aufsätze für die Bonner Jahrbücher werden in einem Peer-Review-Verfahren begutachtet.Redaktion: Olaf Dräger ISSN   -   ISBN   -  -  -  -  Copyright     LVR - Landesmuseum Bonn, LVR - Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinlandund Verein von Altertumsfreunden im Rheinlande sowie Verlag Philipp von Zabern.Satz und Druck: Beltz Bad Langensalza GmbH. Alle Rechte vorbehalten.Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier mit neutralem pH-Wert.Printed in Germany.  Rachel Sarah Fox,  Feasting Practices and Changes in Greek Society from the Late Bronze Age to Early Iron Age.  British Archaeological Reports, Internatio-nal Series, Band   . Archaeopress, Oxford   .  VI und    Seiten mit    Abbildungen,    Tabellen.Festmähler und ihre gesellschaftliche Bedeutung in der ägäischen Spätbronzezeit sind ein Themenbereich, der sich im vsrcen Jahrzehnt in der Forschung großer Be-liebtheit erfreute, wovon insbesondere zwei Sammel-bände Zeugnis ablegen (J. C. Wright [Hrsg.], TheMycenaean Feast, Hesperia    ,    ,   –  ; L. A.Hitchcock u. a. [Hrsg.], Dais. The Aegean Feast, Aegaeum    [Lüttich   ]).Rachel Sarah Fox ist sich dieser Tatsache natürlichbewusst, glaubt aber dennoch, mit ihrer hier vorzustel-lenden Untersuchung zu weiterführenden Ergebnissengelangen zu können. In der Einleitung (S.   –  ) unter-scheidet sie drei Arten von Festveranstaltungen: Sozio-politische Festmähler, Festmähler in Heiligtümernund an Gräbern. Mit dem ersten Begriff werden Fest-gelage in Siedlungen bezeichnet, die von Angehörigender gesellschaftlichen Elite ausgerichtet werden. Der Terminus ist offenkundig unpassend, da auch Feste inHeiligtümern und am Grab selbstverständlich nichtunabhängig von gesellschaftlichen Rahmenbedingun-gen durchgeführt werden. In den drei Hauptkapitelnder Arbeit werden die Verhältnisse der frühmyke-nischen Epoche, der palatialen Phase der mykenischenKultur und der frühen Eisenzeit diskutiert, wobei diespätgeometrische Periode der zweiten Hälfte des ach-ten Jahrhunderts bereits weitgehend unberücksichtigtbleibt. Die postpalatiale Phase der mykenischen Kul-tur (Späthelladisch III C,   . Jh.) wird im Kapitel zur frühen Eisenzeit mitbehandelt.Bei der Besprechung der frühmykenischen Zeit ste-hen die schon so häufig ausführlich untersuchtenSchachtgräberrunde A und B in Mykene im Mittel-punkt. Nekropolen mit Tholos- und Kammergräbernwerden nur kursorisch behandelt. Bei der Suche nachZeugnissen für Festmähler in Gebäuden wird das Vor-handensein von Trinkgefäßen als fast sicherer Hinweisgewertet. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass inden herausgehobenen Gebäuden der frühmykenischenPeriode Festmähler abgehalten wurden, nur reichendie von der Verfasserin angeführten Indizien für einensicheren Nachweis nicht aus. Der Natur der Sachenach machen Trink- und Essgefäße in allen Epochenund Kulturen einen großen Anteil der Siedlungskera-mik aus. Das für ihre Fragestellung entscheidende me-thodische Problem, wie man im archäologischen Be-fund zwischen Überresten gewöhnlicher Mahlzeitender gesellschaftlichen Elite und Festmahlsabfällen un-terscheiden kann, wird von Fox nicht ausreichend dis-kutiert.Im Kapitel zur palatialen Periode schildert die Au-torin unter gelegentlicher Bezugnahme auf den ar-chäologischen Befund recht ausführlich, wie sie sichein Festmahl in einem mykenischen Palast vorstellt.Ebenso wie eine Reihe thematisch verwandter Unter-suchungen berücksichtigt sie insbesondere den Palastvon Pylos. Sie mutmaßt dabei unter anderem, dass für  Angehörige der Elite bestimmte Gerichte mit kost-baren importierten Gewürzen zubereitet wurden, diesich durch ihren intensiven Geruch von den Speisenfür die Masse der Festteilnehmer abhoben (S.   ).Diese bemerkenswerte Vermutung hat den Nachteil,dass sie ohne Faktengrundlage ist. Malthi und Nicho-ria sind die neben Pylos einzigen Fundorte, die bei der Diskussion zu Festmählern in Siedlungen der Palast-zeit wenigstens in knapper Form behandelt werden.Das ist zweifellos viel zu wenig, um zu einem aus-gewogenen Gesamtbild zu gelangen. So wäre in die-sem Zusammenhang eine Besprechung des sogenann-ten Potter  ’ s Shop in Zygouries wünschenswert, wennnicht sogar notwendig gewesen, denn dort wurden,ähnlich wie in den Palästen, große Mengen unbemal-ter Kylikes gelagert, obwohl Zygouries nach allem,was wir wissen, kein palatiales Zentrum war. Auch der den Palästen im südlichen Griechenland weitgehendentsprechende zentrale Gebäudekomplex im thessa-lischen Dimini hätte wegen der zahlreichen dort ge-fundenen unbemalten Trinkgefäße in die Diskussioneinbezogen werden können. Zygouries und Diminiwerden jedoch noch nicht einmal erwähnt.Bei der Besprechung der palastzeitlichen Kammer-grabnekropolen (S.    –  ) stellt die Verfasserin fest,dass Überreste von Trinkzeremonien  –  ganz überwie-gend Kylikes  –  sowohl in den Dromoi als auch in denKammern der Gräber gefunden wurden. Dieses inte-ressante Phänomen ist zwar schon länger bekannt,aber noch nicht umfassend untersucht worden. Dieshätte an dieser Stelle nachgeholt werden können, umzu klären, ob sich in Bezug auf die Bevorzugung der Kammer beziehungsweise des Dromos möglicherweisechronologische Entwicklungen oder regionale Unter-schiede feststellen lassen. Leider hat Fox diese Mög-lichkeit, zu neuen Ergebnissen zu kommen, nicht ge-nutzt.Im Kapitel zu Festmählern in Siedlungen der frühenEisenzeit (S.   –  ) folgt die Autorin einer Forschungs-tendenz, die fast jedes besser erhaltene Gebäude zum Wohnsitz der örtlichen Führungspersönlichkeit erklärt.Diese Annahmen sind nicht zuletzt deswegen fragwür-dig, weil die Funde in den meisten Fällen viel zu spär-lich sind, um Organisation und Struktur früheisenzeitli-cher Siedlungen rekonstruieren zu können. Gleichzeitig setzt Fox eine Sozialstruktur der früheisenzeitlichenSiedlungen als Tatsache voraus, deren Existenz keines-falls als bewiesen gelten kann: »pyramidal villagestructure with a pre-eminent leader at its head« (S.    ). Woher wissen wir denn, dass früheisenzeitliche Siedlun-gen so organisiert waren, dass in jedem Dorf eine einzel-ne Führungspersönlichkeit an der Spitze stand? Die Antwort kann nur lauten: Wir wissen es nicht. Es istkeineswegs ausgeschlossen, dass manche Siedlungenvon einer Gruppe untereinander weitgehend gleichbe-rechtigter Aristokraten geführt wurden. Der Befund der  Vorgeschichte  349  meisten früheisenzeitlichen Nekropolen lässt sich mitdieser Annahme problemlos vereinbaren. Insgesamt ge-ben die von der Autorin ausgewählten früheisenzeitli-chen Gebäude für die Frage nach Festmählern im Sied-lungsbereich nur wenig her. Das Toumba-Gebäude inLefkandi ist ein mit spezifischen Interpretationsproble-men verbundener Sonderfall und daher für verallgemei-nernde Schlussfolgerungen wenig geeignet.Bei der Besprechung der früheisenzeitlichen Kera-meikos-Gräber gibt Fox interessante Hinweise, die auf einen Wechsel vom Fleischverzehr am Grab zur Fleischmitgabe in das Grab von der protogeometri-schen zur geometrischen Periode hindeuten (S.    f.).Diese Informationen lassen sich zwar den betreffendenBänden der Publikationsreihe zum Kerameikos ent-nehmen, werden aber von der Forschung bislang kaum beachtet. Dementsprechend hätte eine detaillier-te Untersuchung zu neuen Ergebnissen führen kön-nen. Bedauerlicherweise verzichtet die Verfasserin auchan dieser Stelle auf eine solche Detailanalyse. Sie gibtsich stattdessen damit zufrieden, eine weitgehendeKontinuität der Ess- und Trinksitten am Grab vonder Spätbronzezeit zur Früheisenzeit zu postulieren.Dabei bemerkt sie sehr wohl, dass in der ostattischenKammergrabnekropole von Perati, die in die PeriodeSpäthelladisch III C zu datieren ist, keine Hinweiseauf den Konsum von Speisen oder Getränken vor-liegen (S.   ). Dass Gleiches für die submykeni-schen Einzelgrabnekropolen Athens gilt, bleibt uner-wähnt.Bei der Lektüre des Kapitels zu Festmählern in früh-eisenzeitlichen Heiligtümern (S.   –  ) überrascht eszunächst, dass die in diesem Zusammenhang eigent-lich unverzichtbaren Endpublikationen zu Kalapodi(R. C. S. Felsch [Hrsg.], Kalapodi I [Mainz    ])und Olympia (H. Kyrieleis, Anfänge und Frühzeit desHeiligtums von Olympia, Olymp. Forsch.    [Berlin   ]; mit den wichtigen Beiträgen von B. Eder zur Keramik und von N. Benecke zu den Tierknochen)nicht herangezogen werden und stattdessen für diebeiden genannten Heiligtümer nur auf Vorberichtezurückgegriffen wird. Wenn man dann aber feststellt,dass sich Fox  ‘  Behandlung der Keramik aus früheisen-zeitlichen Heiligtümern auf eine kursorische Liste in ei-ner Tabelle beschränkt (S.    f. Tab.   .  ), wird deut-lich, dass für ihre Zwecke die detailreichenEndpublikationen tatsächlich entbehrlich sind. Delphiist vielleicht deswegen nicht in die besagte Tabelle auf-genommen worden, weil die Autorin von der irrigen Annahme ausgeht, der Ort sei erst im Laufe der frühenEisenzeit in ein Heiligtum umgewandelt worden(S.   ). Dabei lässt eine Reihe herausragender Fundekeinen Zweifel daran, dass im Bereich des Apollontem-pels schon in mykenischer Zeit Kult praktiziert wurde.In einem abschließenden Kapitel (S.   –  ), demnoch einige Appendizes folgen, präsentiert Fox ihreErgebnisse auch in Tabellenform (S.    Tab.   .  ;S.    Tab.   .  ). Sowohl in der frühmykenischen Epo-che als auch in der frühen Eisenzeit hätten Festmähler in den Hallen der von den Siedlungsführern bewohn-ten Gebäude stattgefunden. Dies ist zwar möglich,aber   –  wie bereits angedeutet  –  nicht nachweisbar.Diese Festgelage seien veranstaltet worden, um dieMachtposition der führenden Persönlichkeiten aus-zubauen oder zu erhalten. Das ist ebenfalls durchausmöglich. Auch die Aussage, dass Feste in Heiligtü-mern unter anderem zur Darstellung des gesellschaftli-chen Status dienten, ist kaum mehr als ein Allgemein-platz. Die Feststellung, dass Festmähler inHeiligtümern auch veranstaltet wurden, um die Götter zu ehren, ist ebenfalls trivial.Die hier vorgestellte Arbeit bringt vor allem deswe-gen kaum neue Ergebnisse, weil die unerlässlichegründliche Aufarbeitung der archäologischen Quellennicht durchgeführt wird. Die Monographie von Ra-chel Sarah Fox ist in weiten Teilen nichts anderes alseine kommentierte Zusammenfassung anderer zusam-menfassender Arbeiten.Freiburg i. Br. Florian Ruppenstein 350  Besprechungen  Bonner Jahrbücher 213, 2013  Aufsätze   Harald Mielsch  Nikolaus Himmelmann   Hans-Eckart Joachim und Frank Willer   Alte Waffe mit neuem Griff Das vermeintlich mittelbronzezeitliche Schwert von Oedt   András Patay-Horváth  Das Metroon von Olympia als Stiftung von Elis   David Biedermann Zur Bärtigkeit römischer Porträts spätrepublikanischer Zeit   Christiane Vorster  Die römischen Porträts der Kleopatra Ein Plädoyer zum hermeneutischen Wert von Gipsabgüssen   Oliver Schipp Sklaven und Freigelassene im Mainz der römischen Kaiserzeit   Hans-Hoyer von Prittwitz und Gaffron Herausragende Köpfe im Bonner Landesmuseum   David Ojeda  Deux portraits d ’ empereurs romains à Badajoz et Mérida    Michelle-Carina Forrest  Neues zum Heiligtum der aufanischen Matronen bei NettersheimDie Ausgrabung von    Stefanie Nagel  Die Schale von Podgorica Bemerkungen zu einem außergewöhnlichen christlichen Glas der Spätantike   Wolfram Giertz, Gerald Volker Grimm, Tünde Kaszab-Olschewski,Hans Mommsen und Andreas Schaub  Eine spätmittelalterliche Bilderbäckerwerkstattin der Prinzenhofstraße zu Aachen
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